PUSCH A




IM SCHULJAHR 2018/2019 FINDET PUSCH A NICHT AN DER ERS STATT. EINE PUSCH A KLASSE IST IN DIESEM SCHULJAHR AN DER BACHSCHULE EINGERICHTET.

Im Schul­jahr 2015/16 star­tete das Hes­si­sche Kul­tus­mi­nis­te­rium das Pro­jekt PuSch A (ein­jäh­rig) als Nach­fol­ge­pro­gramm von SchuB. Die ERS hat sich für dieses Programm beworben und ist seitdem ein PuSchA-Standort.

 

Die PuSchA-Klasse ist ein be­son­de­res An­ge­bot der Ernst-Reuter-Schule, das Schü­le­r*in­nen Per­spek­ti­ven ver­mit­teln will, trotz schulischer und/oder privater Schwierigkeiten einen Schulabschluss zu verwirklichen. „PuSchA” steht für „Praxis und Schule an allgemeinbildenden Schulen” und ist ein Pro­jekt, das aus Mit­teln des Eu­ro­päi­schen So­zi­al­fonds ge­för­dert wird. Die­ses An­ge­bot soll auch den mög­lichst pro­blem­lo­sen Übergang ins Be­rufs­le­ben ebnen und er­leich­tern. Un­ser päd­ago­gi­sches Kon­zept für diese Klasse ba­siert auf der Grund­lage der  Leitlinie des Hes­si­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums und un­seren lang­jäh­ri­gen Er­fah­run­gen mit SchuB-Klassen.

 

Die Schule ver­folgt da­bei diese Ziele:

 

  • die Per­sön­lich­kei­ten der Schü­le­r*in­nen zu stär­ken und zu stabilisieren
  • Er­folgs­er­leb­nisse schaf­fen und die Lern– und Leis­tungs­mo­ti­va­tion zu steigern
  • per­sön­li­che Stär­ken und Kennt­nisse zu fördern
  • Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen zu vermitteln
  • die Be­schäf­ti­gungs– und Aus­bil­dungs­fä­hig­keit zu erhöhen
  • struk­tu­rierte Be­rufs­ori­en­tie­rung so­wie Pra­xis­er­fah­run­gen zu ermöglichen
  • Schul– und Aus­bil­dungs­ab­brü­che und un­nö­tige War­te­schlei­fen zu reduzieren
  • die Schü­le­r*in­nen in Aus­bil­dung und Ar­beit zu vermitteln
  • den Haupt­schul­ab­schluss im Rah­men der Ver­ord­nung zu ermöglichen
  • die Zahl der Schü­le­r*in­nen ohne Haupt­schul­ab­schluss zu verringern

 

PuSchA-Or­ga­ni­sa­tion

 

Die PuSch-Klasse wird für die Klasse 9 des Haupt­schul­zwei­ges ein­ge­rich­tet. Die Schü­le­r*in­nen werden in einem Jahr zur Haupt­schul­prü­fung geführt. Die Klas­sen­größe liegt zwi­schen 13 und 18 Schü­le­r*in­nen. Die Er­fah­rung in den ers­ten Jahr­gän­gen hat ge­zeigt, dass an un­se­rer Schule der Be­darf an dem Un­ter­stüt­zungs­pro­gramm sehr groß ist, so dass wir die Schü­le­r*in­nen an der ei­ge­nen Schule aus­wäh­len kön­nen. Dies hat sehr stark mit dem Ein­zugs­ge­biet der Schule zu tun.

 

Zu Be­ginn des Schul­jah­res fin­det eine Ori­en­tie­rungs­phase statt. In die­ser Zeit wer­den die Schü­le­r*in­nen in­ten­siv auf die Ar­beit an den Pra­xis­lern­or­ten vor­be­rei­tet. Der Pra­xis­tag fin­det für die Schü­le­r*in­nen der PuSchA-Klasse diens­tags statt. Diese Tage sind für die Be­triebe sehr ak­zep­ta­bel und für den Ge­samt­wo­chen­plan der Klasse sinn­voll. In dem Schul­jah­r ar­bei­ten die Schü­le­r*in­nen nor­ma­ler­weise an zwei un­ter­schied­li­chen Prak­ti­kums­stel­len. In der Pra­xis hat sich je­doch auch in ein­zel­nen Fäl­len ge­zeigt, dass nicht ge­wech­selt wurde, z. B. bei in Aus­sicht ge­stell­tem Ausbildungsplatz. Be­son­dere Be­ra­tungs­pro­gramme zur Be­rufs­fin­dung fin­den statt in der Zu­sam­men­ar­beit mit dem IB Of­fen­bach, dem BIZ, dem Be­wer­ber­trai­ning der AOK und dem Be­rufs­be­ra­ter des Ar­beits­amts. Wei­ter­hin gibt es ei­nen Kon­takt mit Be­ra­tung zur IHK Offenbach.

 

Auf­nahme und Aufnahmebedingungen

 

Schon nach den Halb­jah­res­zeug­nis­sen fin­den Ge­sprä­che zwi­schen den Klas­sen­leh­re­r/in­nen der  8. Klas­sen, den PuSchA- Leh­re­rIn­nen und dem So­zi­al­päd­ago­gen statt, um zu klä­ren, wel­che Schü­le­r*in­nen für die PuSchA-Klasse in Frage kom­men könn­ten. Die Klas­sen­kon­fe­ren­zen emp­feh­len dann die Schü­le­r*in­nen für die PuSchA-Klasse. In Aus­nah­me­fäl­len kön­nen auch Re­al­schü­ler*innen, die zum zwei­ten Mal das Klas­sen­ziel nicht er­rei­chen, in die PuSchA-Klasse auf­ge­nom­men werden.

 

Da­nach fin­det eine In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung für die El­tern der emp­foh­le­nen Schü­le­r*in­nen statt, die von der Klas­sen­leh­re­rin Ka­tha­rina Pfei­fer und dem So­zi­al­päd­ago­gen Dirk Vollmer durch­ge­führt wird. Darin wer­den die El­tern be­son­ders auch auf die wich­tige Zu­sam­men­ar­beit hin­ge­wie­sen. An­schlie­ßend be­wer­ben sich die Kan­di­da­ten um die Auf­nahme in die PuSchA-Klasse. In Ein­zel­fäl­len fin­den noch per­sön­li­che Ge­sprä­che mit den Schü­le­r*in­nen statt, um of­fene Fra­gen zu klä­ren. Ge­mein­sam mit der Schul­lei­tung ent­schei­det dann das PuSchA-Team über die Auf­nahme in die Klasse und alle Be­tei­lig­ten un­ter­schrei­ben ei­nen Bildungsvertrag.

 

Un­ter­richt

 

Der Un­ter­richt in der PuSchA-Klasse der ERS er­folgt nach der vor­ge­ge­be­nen Stun­den­ta­fel. Ne­ben den Kern­fä­chern Deutsch und Ma­the­ma­tik, wer­den die 14 Stun­den der Fä­cher­ver­bände wie folgt auf­ge­teilt:
Naturwissenschaften (2), Sport (2), Gesellschaftskunde (2), Praxisreflexion/Arbeitslehre (1), Ethik (2), Kunst (2).
Da wir häu­fig pro­jek­t­ori­en­tiert ar­bei­ten, ist diese Stun­den­zahl auf das Jahr ver­teilt zu se­hen. Au­ßer­dem ha­ben alle Schü­le­r*in­nen 3 Stun­den Eng­lisch wöchentlich.

 

Die Pra­xis­re­fle­xion wird von der Klas­sen­leh­re­rin und dem So­zi­al­päd­ago­gen durch­ge­führt. In re­gel­mä­ßi­gen in­di­vi­du­el­len För­der­plä­nen wird den Schü­le­r*in­nen ein Ein­blick in ihre Stär­ken und Schwä­chen ge­ge­ben und es fin­det regelmäßig ein ge­mein­sa­mes Ge­spräch (Klas­sen­leh­re­rin, So­zi­al­päd­agoge und Schü­ler*in) inklusive einer Selbst­ein­schät­zung und Emp­feh­lungen, was sie tun kön­nen, um ihre der­zei­ti­gen Schwie­rig­kei­ten bes­ser zu überwinden, statt.

 

Ge­mein­sa­me Mahl­zei­ten ha­ben ne­ben dem Un­ter­richt für alle ei­nen gro­ßen Stel­len­wert. Pro­bleme wer­den be­spro­chen, freu­dige Er­eig­nisse wer­den aus­ge­tauscht, es fin­det eine Kom­mu­ni­ka­tion statt, die von den Schü­le­r*in­nen sehr ge­schätzt wird.

Lernen an der Beruflichen August-Bebel-Schule

Eine Neuerung des PuSchA-Projektes ist der vierstündige Unterricht an der Beruflichen Schule. Wie arbeiten mit der August-Bebel-Schule in Offenbach-Lauterborn zusammen. Jeden Mittwoch begleitet ein Lehrer unsere Schüler*innen dorthin. An der ABS werden die Jugendlichen in zwei Lerngruppen in die Berufsfelder Metall, Holz und Farbe eingeführt und erhalten Kenntnis über verschiedene Berufe und Tätigkeiten.

 

Ler­nen am Praxislernort

 

Zum Ken­nen­ler­nen ver­schie­de­ner Be­rufs­fel­der be­su­chen die Schü­le­r*in­nen nor­ma­ler­weise zwei ver­schie­dene Pra­xis­lern­orte. Das be­deu­tet pro Schul­halb­jahr ei­nen Be­trieb. In ei­nem stän­di­gen Aus­tausch be­glei­ten die Lehr­kräfte da­bei die Schü­le­r*in­nen und ha­ben au­ßer­dem stän­di­gen Kon­takt zu den Be­trie­ben, bzw. den Prak­ti­kums­be­treu­ern. Am Ende des Prak­ti­kums fin­det ein ab­schlie­ßen­des Ge­spräch mit dem Be­trieb statt und die­ser gibt dann auch eine Be­ur­tei­lung ab, die dem Zeug­nis der Schü­ler*in hin­zu­ge­fügt wird.

 

Da Prak­ti­kums­stel­len, insbesondere mit Aus­sicht auf Aus­bil­dungs­plätze, nicht in gro­ßen Men­gen zur Ver­fü­gung ste­hen, ist es wich­tig, mit Hand­werks­be­trie­ben und dem Ein­zel­han­del ei­nen re­gen Kon­takt zu pfle­gen um das An­ge­bot an even­tu­el­len Lehr­stel­len zu erweitern.

 

Lehr­kräfte und Sozialpädagoge

 

Das Kon­zept der Ernst-Reuter-Schule hält sich im per­so­nel­len Be­reich im We­sent­li­chen an die Vor­ga­ben und Aus­füh­run­gen der Leitlinie. Die Team­zu­sam­men­set­zung er­folgt in Ab­spra­che von Schul­lei­tung und Klas­sen­leh­re­rin. Da die Zu­sam­men­ar­beit im Team fun­da­men­tal wich­tig ist, soll­ten alle Fach­kol­le­gen frei­wil­lig an die­sem Pro­gramm mit­ar­bei­ten. Das Team trifft sich re­gel­mä­ßig zu Ko­or­di­na­ti­ons­sit­zun­gen. Ab­spra­chen zwi­schen Klas­sen­leh­re­rin und So­zi­al­päd­ago­gen fin­den stän­dig statt.

 

Alle Mit­glie­der des PuSchA-Teams neh­men Be­ra­tungs­funk­tio­nen wahr. Der So­zi­al­päd­agoge hält stän­di­gen Kon­takt mit den El­tern, über­nimmt Ein­zel­be­treu­ungen von Schü­le­r*in­nen, küm­mert sich um die Qua­li­täts­si­che­rung der Prak­tika, ma­nagt Kon­flikt­si­tua­tio­nen. Er ist mit ei­ner hal­ben Stelle über einen Träger an der Ernst-Reuter-Schule beschäftigt

 

Ein­bin­dung in das Schulprogramm

 

Dem An­trag auf die Ein­füh­rung ei­ner PuSchA-Klasse wurde im Jahr 2015 von al­len Gre­mien der Schul­ge­meinde zu­ge­stimmt. Im Schul­pro­gramm steht die PuSchA-Klasse in un­mit­tel­ba­rem Zu­sam­men­hang mit den dort for­mu­lier­ten Grundwerten und der Berufsorientierung.

 

 

 

Klas­sen­raum

 

Der Klassenraum der PuSchA-Klasse befindet sich im Container 1 auf dem vorderen Schulhof. Dort haben die Schüler*innen ihren eigenen Bereich mit persönlichen Fächern, in denen sie ihre Materialien lagern können. Wir benutzen den Computerraum, die Schülerbibliothek und die Lehrküche im Hauptgebäude und die zugehörige Sporthalle und dürfen vormittags die Räume des JUZ für Unterrichtsprojekte nutzen.

 

Ernst-Reuter-Schule Offenbach, Bürgeler Straße 60, 63075 Offenbach am Main, Telefon: 069/8065-4550